Sehr geehrte pflegende Angehörige,

die Pflege und Betreuung eines an Demenz erkrankten Menschen ist eine herausfordernde Aufgabe! Oft müssen Sie 24 Stunden am Tag für den Erkrankten da sein. Dabei fällt es nicht leicht, neben der Betreuung und Versorgung des Erkrankten die eigenen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Die Folge kann eine körperliche und seelische Überforderung sein. An das eigene Wohlergehen zu denken, ist also eine wichtige Voraussetzung, damit Sie Ihren an Demenz erkrankten Verwandten weiterhin so gut betreuen können wie bisher.

Die Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Gabriele Wilz, klinische Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, beschäftigt sich mit den Belastungen pflegender Angehöriger und der Entwicklung spezifischer Unterstützungsangebote.

In den bisher durchgeführten Tele.TAnDem-Projekten hat sich gezeigt, dass Angehörige durch die Hilfe qualifizierter Psychologinnen leichter mit den Schwierigkeiten im Pflegealltag umgehen können, was sich wiederum positiv auf die Gesundheit auswirkt. Innovativ an den Behandlungsangeboten ist, dass Kontakte telefonisch durchgeführt werden, d.h. bequem von zu Hause aus, nach individueller Terminabsprache.

In unserem aktuellen telefonischen Unterstützungsangebot werden zwei konkrete Ziele fokussiert. Zum einen geht es um das Annehmen der Situation des erkrankten Angehörigen mit allen Konsequenzen und darum, mit belastenden Emotionen besser umgehen zu lernen sowie die eigenen Werte und Bedürfnisse dabei nicht zu vernachlässigen. Die TeilnehmerInnen werden von einer erfahrenen Psychologin 3 Monate lang durch regelmäßige telefonische Gespräche unterstützt. Die Angehörigen werden bei Sorgen und Problemen im Pflegealltag unterstützt, erhalten Informationen zu Pflegethemen und Wissen zur Demenzerkrankung.

Da es sich um ein wissenschaftliches Forschungsprojekt handelt, wird ein Teil der TeilnehmerInnen per Zufall einer reinen Befragungsgruppe zugeordnet, die wertvolle Informationen rund um die Erkrankung “Demenz” und eine Aufwandsentschädigung für die Beteiligung an unserem Projekt erhält. Ob jemand TeilnehmerIn der ersten oder zweiten Gruppe wird, wird per Zufall entschieden. Alle TeilnehmerInnen werden außerdem vor Beginn und nach Abschluss der Kontakte sowie sechs Monate danach telefonisch befragt.

Durch Ihre Teilnahme an unserem bundesweiten Projekt können Sie mit dazu beitragen, dass sich die Versorgungssituation pflegender Angehöriger und Demenzerkrankter weiter verbessert!

Sie können sich unseren Flyer für das telefonische Unterstützungsangebot herunterladen, um mehr über das Projekt zu erfahren.

 Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben oder weitere Informationen zum Projekt wünschen, erreichen Sie uns:

per Telefon:

Christina Reiter, M.Sc. 03641 / 945948

 (Montag 14:00 – 15:00 Uhr)

Lisette Weise, M.Sc. 03641 / 945174

 (Mittwoch 15:00 – 16:00 Uhr  und Donnerstag 10:00 – 11:00 Uhr)

sowie nach Vereinbarung

per E-Mail:

teletandem[at]uni-jena.de